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Lexikon · Oralchirurgie

Zahnextraktion: Ablauf, Risiken und Nachsorge in Neu-Ulm

Wenn ein Zahn nicht mehr erhalten werden kann, erklären wir Ihnen, wie eine Zahnextraktion abläuft, welche Betäubungsoptionen es gibt und worauf Sie in den ersten Tagen danach achten sollten.

Zahnextraktion: Eine Zahnextraktion ist die operative Entfernung eines Zahns mitsamt Wurzel aus dem Zahnfach im Kieferknochen. Sie ist erforderlich, wenn ein Zahn durch Karies, Entzündung, Trauma oder Platzmangel nicht mehr erhalten werden kann. Der Eingriff erfolgt in aller Regel unter Betäubung und ist schmerzarm.
Beratungsgespräch in der DOC Praxisklinik im Wiley Neu-Ulm
Beratungsgespräch in der DOC Praxisklinik im Wiley Neu-Ulm.

Ihr erster Überblick

Wenn Ihr Zahnarzt Ihnen mitteilt, dass ein Zahn gezogen werden muss, tauchen viele Fragen auf: Wie läuft der Eingriff ab, wie stark sind die Schmerzen und was passiert danach? Auf dieser Seite finden Sie die medizinischen Hintergründe klar erklärt und erfahren, wie wir in unserer Praxisklinik in Neu-Ulm Zahnextraktionen so schonend und sicher wie möglich durchführen. Ihr Vertrauen und Ihre Sicherheit stehen dabei an erster Stelle.

Was ist eine Zahnextraktion?

Eine Zahnextraktion ist die vollständige Entfernung eines Zahns aus dem Kieferknochen. Der Zahn wird mitsamt seiner Wurzel aus dem knöchernen Zahnfach, der sogenannten Alveole, gelöst. Anders als oft angenommen, ist ein Zahn nicht fest mit dem Knochen verwachsen. Zwischen Wurzel und Kiefer liegt ein schmaler Spalt, der von zugfesten Bindegewebsfasern überbrückt wird. Diese sogenannten Sharpey-Fasern bilden gemeinsam mit weiteren Strukturen den Zahnhalteapparat.

Bei der Extraktion werden diese Fasern schrittweise gelöst. Der Fachbegriff dafür lautet Luxation: Der Zahn wird durch kontrollierte, kleine Bewegungen aus seiner Verankerung gelockert und anschließend entfernt. Je nach Zahnart und Wurzelanzahl unterscheidet sich der Aufwand deutlich. Frontzähne besitzen nur eine Wurzel und lassen sich vergleichsweise leicht entfernen. Backenzähne haben zwei oder drei Wurzeln, gelegentlich sogar vier, und benötigen daher mehr Zeit und Technik.

Wir unterscheiden zwei Grundformen: die einfache Extraktion, bei der ein sichtbarer Zahn direkt gelöst werden kann, und die operative Extraktion. Letztere ist erforderlich, wenn der Zahn verlagert ist, tief im Kieferknochen liegt oder eine ungewöhnliche Wurzelform aufweist. Dann wird das Zahnfleisch mit einem kleinen Schnitt geöffnet und der Zahn gegebenenfalls in mehrere Teile getrennt, um ihn schonend zu entfernen.

Wann muss ein Zahn entfernt werden?

Die häufigsten Gründe für eine Zahnextraktion
  • Tief zerstörte Zähne durch fortgeschrittene Karies
  • Nicht mehr behandelbare Entzündungen der Zahnwurzel (Pulpitis)
  • Schwere Parodontitis mit ausgeprägtem Knochenabbau
  • Zahnfrakturen, insbesondere Längsbrüche
  • Platzmangel im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung
  • Verlagerte oder retinierte Zähne, häufig Weisheitszähne
  • Kieferzysten oder Tumore im Zahnumfeld

In der Zahnmedizin unterscheidet man zwischen absoluten und relativen Indikationen. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie beschreibt, ob eine Extraktion zwingend notwendig oder eher eine sinnvolle Option unter mehreren ist.

Anatomische Darstellung eines Zahns im Kieferknochen, die eine Pulpitis als Extraktionsgrund zeigt
Anatomische Darstellung eines Zahns im Kieferknochen, die eine Pulpitis als Extraktionsgrund zeigt.· KI-generiert

Absolute Indikationen: Der Zahn ist nicht mehr erhaltbar

Absolute Indikationen liegen vor, wenn ein Zahn medizinisch nicht mehr gerettet werden kann. Dazu zählt die weit fortgeschrittene Karies, bei der die Zahnsubstanz so stark zerstört ist, dass eine Füllung oder Krone keinen stabilen Halt mehr findet. Auch schwere Entzündungen der Zahnwurzel (Pulpitis) sowie eine ausgeprägte Parodontitis mit deutlichem Verlust des Zahnhalteapparats gehören dazu. Bei einem Längsbruch der Wurzel ist der Zahn ebenfalls verloren, da die Bruchlinie sich meist unterhalb des Zahnfleischs befindet und nicht abdichtbar ist. Kieferzysten, die den Zahn einschließen, sowie tumoröse Veränderungen erfordern ebenfalls eine Entfernung.

Relative Indikationen: Extraktion als sinnvolle Option

Bei relativen Indikationen wäre ein Zahnerhalt theoretisch möglich, die Entfernung ist jedoch aus übergeordneten Gründen sinnvoll. Ein häufiges Beispiel ist Platzmangel im Rahmen einer kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Therapie: Werden vier Prämolaren entfernt, entsteht Raum für die Regulierung der übrigen Zähne. Auch retinierte oder verlagerte Zähne, die keinen Platz zum Durchbruch finden, gehören in diese Gruppe. Die Entscheidung fällen wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem behandelnden Zahnarzt auf Basis Ihrer individuellen Situation und der aktuellsten wissenschaftlichen Empfehlungen.

Extraktion oder Zahnerhalt, welche Option passt?

Vergleichende Darstellung von Zahnerhalt durch Wurzelbehandlung und Zahnextraktion als Behandlungsoptionen
Vergleichende Darstellung von Zahnerhalt durch Wurzelbehandlung und Zahnextraktion als Behandlungsoptionen.

Für uns gilt: Kein Implantat erreicht die Qualität eines gesunden, eigenen Zahns. Zahnerhalt hat deshalb absolute Priorität. Bevor wir eine Extraktion empfehlen, prüfen wir sorgfältig, ob der Zahn erhalten werden kann. Bei einer tiefen Wurzelentzündung ist eine Wurzelbehandlung durch Ihren Hauszahnarzt oft der erste wichtige Versuch. Zeigt sich später eine wiederkehrende Entzündung an der Wurzelspitze, kann eine Wurzelspitzenresektion den Zahn noch viele Jahre erhalten. Diese Behandlung führen wir unter dem Operationsmikroskop durch, damit millimetergenau gearbeitet werden kann.

Erst wenn diese zahnerhaltenden Maßnahmen medizinisch nicht mehr sinnvoll sind oder keinen Erfolg mehr versprechen, sprechen wir mit Ihnen über die Extraktion. Wir nehmen uns Zeit für Sie und erklären Ihnen ausführlich, welcher Behandlungsweg in Ihrer Situation der sinnvollste ist. Diese Einschätzung beruht immer auf der aktuellsten wissenschaftlichen Evidenz und unserer langjährigen chirurgischen Erfahrung.

Beratung · unverbindlich Zweitmeinung vom MKG-Facharzt Sie sind unsicher, ob Ihr Zahn wirklich entfernt werden muss? Wir prüfen jede Extraktionsempfehlung in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Ablauf einer Zahnextraktion Schritt für Schritt

Der Ablauf einer Zahnextraktion folgt einem klar strukturierten Behandlungspfad. Sie wissen dadurch jederzeit, was Sie erwartet. Das nimmt vielen Patienten die Anspannung.

  1. 01

    Beratung und 3D-Röntgendiagnostik

    Befunderhebung, bei komplexen Fällen 3D-Röntgen (DVT), Indikationsstellung und Aufklärung.

  2. 02

    Betäubung, individuell gewählt

    Lokalanästhesie, Sedierung (Dämmerschlaf) oder Vollnarkose, je nach Wunsch und Befund.

  3. 03

    Lösen der Sharpey-Fasern

    Schonende Lockerung des Zahns aus dem Zahnfach (Alveole) durch kontrollierte Luxation.

  4. 04

    Entfernung des Zahns

    Extraktion mit Zange oder Hebel; Dauer bei einfacher Extraktion ca. 10–30 Minuten.

  5. 05

    Wundversorgung und Socket Preservation

    Naht, Blutungskontrolle, bei Bedarf Knochenerhalt für ein späteres Implantat.

  6. 06

    Nachsorge und Kontrolltermin

    Wundkontrolle in der DOC Praxisklinik, von der Diagnose bis zur vollständigen Abheilung.

  1. Beratungsgespräch und Diagnostik: Wir sichten Ihre Vorbefunde und führen bei komplexen Fällen eine dreidimensionale Röntgenaufnahme durch. Unsere 3D-Röntgenaufnahme zeigt die genaue Lage der Wurzeln und ihre Beziehung zu wichtigen Strukturen wie dem Unterkiefernerv.
  2. Aufklärung und Planung: Sie erhalten eine ausführliche Erläuterung des geplanten Vorgehens, der Alternativen und der Risiken. Fragen zur Medikation, zu Vorerkrankungen und zur gewünschten Betäubungsform besprechen wir gemeinsam.
  3. Betäubung: Je nach Wunsch und medizinischer Situation kommt eine Lokalanästhesie, eine Sedierung oder eine Vollnarkose zum Einsatz.
  4. Lösen der Sharpey-Fasern: Mit speziellen Instrumenten, Hebeln und Zangen, wird der Zahn behutsam aus seiner faserigen Verankerung gelockert (Luxation).
  5. Entfernung des Zahns: Nach der Luxation wird der Zahn kontrolliert aus der Alveole gehoben. Bei operativer Extraktion wird der Zahn zuvor in kleinere Segmente getrennt.
  6. Wundversorgung: Die Alveole wird gespült und, falls sinnvoll, für einen späteren Zahnersatz vorbereitet. Meist wird das Zahnfleisch anschließend vernäht.

Eine einfache Extraktion dauert in vielen Fällen nur wenige Minuten. Operative Eingriffe an mehreren Zähnen oder tief liegenden Wurzeln nehmen entsprechend mehr Zeit in Anspruch. Wichtig ist uns dabei nicht die Geschwindigkeit, sondern das schonende, präzise Arbeiten am Gewebe, denn davon hängt die spätere Heilung ab.

Betäubung und Narkose: Alle Optionen für Ihre Behandlung

Damit Sie die Behandlung bei uns entspannt erleben, bieten wir Ihnen verschiedene Anästhesieverfahren an – von der örtlichen Betäubung bis zur Vollnarkose. Welche Form die passende ist, hängt vom Umfang des Eingriffs, Ihren Vorerkrankungen und Ihrem persönlichen Empfinden ab.

Lokalanästhesie, die Basis jeder Extraktion

Die örtliche Betäubung ist Standard bei fast jeder Zahnextraktion. Ein modernes Anästhetikum wird in die Nähe des betroffenen Zahns injiziert und schaltet das Schmerzempfinden zuverlässig aus. Sie sind während des Eingriffs vollständig wach, spüren aber weder Schmerz noch Schnitt.

Sedierung, für entspannte Patienten

Bei ausgeprägter Anspannung oder umfangreicheren Eingriffen ergänzen wir die Lokalanästhesie mit einer Sedierung. Sie bleiben ansprechbar, empfinden die Situation aber deutlich gelassener. Diese Optionen sind besonders für Patienten geeignet, die den Zahnarztbesuch als belastend erleben.

Vollnarkose, für Angstpatienten und ausgedehnte Eingriffe

Für Menschen mit ausgeprägter Zahnbehandlungsangst oder bei mehreren Extraktionen in einer Sitzung bieten wir die Behandlung unter Vollnarkose an. Ein erfahrener Anästhesist überwacht Sie durchgehend, während unser chirurgisches Team den Eingriff durchführt. Sie erwachen erst, wenn alles vorbei ist. Für viele Patienten mit Behandlungsangst ist die Vollnarkose deshalb die entspannteste aller Optionen.

Für Angstpatienten

Sprechen Sie uns offen auf Ihre Sorgen an. Die Wahl der Narkoseform ist keine Frage der Willensstärke, sondern eine medizinische Entscheidung, die wir gemeinsam auf Ihre Situation abstimmen.

Risiken und mögliche Komplikationen

Zu einer verantwortungsvollen Aufklärung gehört auch die ehrliche Nennung möglicher Risiken. Eine Zahnextraktion ist ein chirurgischer Eingriff und kann, wie jede Operation, Komplikationen mit sich bringen. Bei sorgfältiger Planung und Durchführung sind diese jedoch selten.

Häufigere, meist harmlose Komplikationen

Nach einer Extraktion sind leichte Nachblutungen, Schwellungen und ein Wundschmerz normal. Sie klingen innerhalb weniger Tage ab. Auch eine vorübergehende Kieferklemme mit eingeschränkter Mundöffnung tritt gelegentlich auf und legt sich in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst.

Alveolitis sicca, die trockene Alveole

Bildet sich das Blutgerinnsel in der Alveole nicht oder löst es sich vorzeitig, kann sich eine Alveolitis sicca (trockene Alveole) entwickeln. Sie äußert sich durch pulsierende Schmerzen, die etwa zwei bis vier Tage nach dem Eingriff einsetzen.

Seltenere Risiken

Zu den selteneren Komplikationen zählen Nervenirritationen im Unterkiefer, insbesondere bei tief verlagerten Weisheitszähnen, eine Eröffnung der Kieferhöhle bei Oberkieferzähnen sowie Infektionen der Wunde. Auch Verletzungen von Nachbarzähnen oder Fragmenten des Kieferknochens sind grundsätzlich möglich. Genau deshalb setzen wir bei komplexeren Extraktionen die 3D-Röntgendiagnostik ein: Sie zeigt uns die Lage von Nerven und Nachbarstrukturen millimetergenau und ermöglicht die präzise Planung des Eingriffs.

Bei Patienten mit besonderen Vorerkrankungen, etwa unter blutverdünnender Medikation, mit Diabetes oder eingeschränktem Immunsystem, passen wir die Vorbereitung individuell an. Gegebenenfalls ist eine Antibiotika-Prophylaxe sinnvoll. Alle Details besprechen wir vor dem Eingriff mit Ihnen und Ihrem Hausarzt.

Nachsorge: Was in den ersten Tagen wichtig ist

Die Wundheilung nach einer Zahnextraktion verläuft in mehreren Phasen. In den ersten Stunden bildet sich das Blutgerinnsel (Koagel), das die Alveole schützt und die Basis für den späteren Knochenaufbau bildet.

Nachsorge-Checkliste: Die ersten 7 Tage

Haken Sie erledigte Punkte ab, für eine komplikationsarme Heilung nach Ihrer Zahnextraktion.

Tag 1, direkt nach dem Eingriff
Tag 2–3
Tag 4–7
Wann sofort die Praxis kontaktieren Starke Nachblutung, die nach 30 Minuten Beißdruck nicht sistiert, anhaltende oder zunehmende Schmerzen ab Tag 3, Fieber über 38,5 °C, starke Schwellung, die zunimmt statt abnimmt. Rufen Sie in diesen Fällen direkt in der DOC Praxisklinik an.
Verhaltensregeln für die ersten Tage
  • Kühlen Sie die Wange in den ersten Stunden regelmäßig, jeweils etwa 20 Minuten mit Pause dazwischen
  • Verzichten Sie in den ersten 48 Stunden auf Rauchen, Alkohol und Kaffee
  • Meiden Sie heiße Speisen und Getränke am Behandlungstag
  • Kein kräftiges Spülen und keine Sportaktivität in den ersten 24 Stunden, das Koagel muss geschützt bleiben
  • Ab dem zweiten Tag: sanftes Spülen mit lauwarmem Wasser oder einer empfohlenen Mundspülung
  • Reinigen Sie die übrigen Zähne wie gewohnt, sparen Sie das Wundgebiet jedoch aus

Was Sie essen dürfen

Am Behandlungstag empfehlen sich weiche, kühle Speisen wie Joghurt, Kartoffelbrei oder lauwarme Suppe. Ab dem folgenden Tag können Sie schrittweise zu normaler Kost zurückkehren, sollten dabei aber die Wundseite noch schonen. Krümelige Lebensmittel wie Nüsse, Chips oder Körnerbrot sollten Sie einige Tage meiden. Kleine Partikel können sich sonst in der Alveole festsetzen.

Schmerzmittel und Krankschreibung

Zur Schmerzlinderung eignet sich in der Regel Ibuprofen, das zusätzlich abschwellend wirkt. Präparate mit Acetylsalicylsäure (Aspirin) sollten Sie meiden, da sie die Blutgerinnung hemmen und Nachblutungen begünstigen können. Nach einer einfachen Extraktion sind viele Patienten am Folgetag wieder arbeitsfähig, nach operativen Eingriffen sind meist zwei bis drei Tage sinnvoll. Bei körperlich anstrengenden Berufen kann eine längere Schonung nötig sein – wir stellen Ihnen die entsprechende Bescheinigung aus.

Wann Sie uns kontaktieren sollten

Rufen Sie uns an, wenn eine Nachblutung länger als 30 Minuten anhält, starke Schmerzen ab dem dritten Tag zunehmen, Fieber auftritt oder die Schwellung sich deutlich ausweitet. Solche Zeichen können auf eine Wundheilungsstörung hinweisen und erfordern eine schnelle Rückmeldung, damit wir gezielt helfen können.

Zahnersatz nach der Extraktion, frühzeitig mitdenken

Nach einer Zahnentfernung stellt sich häufig die Frage nach dem passenden Zahnersatz. Diese Überlegung sollte idealerweise bereits vor dem Eingriff beginnen, denn der Zeitpunkt und die Art des Ersatzes beeinflussen den Behandlungsplan.

Socket Preservation, Knochen erhalten

Nach dem Entfernen eines Zahns baut sich der Kieferknochen an dieser Stelle über einige Monate hinweg natürlich zurück. Für einen späteren Zahnersatz, insbesondere für ein Implantat, ist ausreichend Knochen entscheidend. Dieser kleine Zusatzschritt erspart häufig einen späteren, größeren Knochenaufbau.

Dentale Implantate als moderne Lösung

Für den Ersatz eines entfernten Zahns bieten wir Ihnen dentale Implantate an. Ein Implantat ersetzt die Zahnwurzel im Kieferknochen und trägt anschließend eine passgenaue Krone.

Klassische Brücken und herausnehmbare Prothesen sind grundsätzlich denkbare Alternativen, gehören aber nicht zum Schwerpunkt unserer Praxisklinik und werden in enger Absprache mit Ihrem Hauszahnarzt geplant. Über die für Sie passende Versorgungsform beraten wir Sie im persönlichen Gespräch.

Warum Zahnextraktion beim MKG-Chirurgen in Neu-Ulm?

Nicht jede Zahnextraktion muss beim Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie stattfinden. Bei komplexeren Fällen bringt die MKG-Ausbildung jedoch entscheidende Vorteile mit.

Hauszahnarzt oder MKG-Facharzt?

Beantworten Sie eine Frage und erfahren Sie, welche Anlaufstelle für Ihren Fall die richtige ist.

Welche Situation beschreibt Ihren Fall am besten?
Empfehlung: Zunächst zum Hauszahnarzt Starten Sie mit Ihrem Hauszahnarzt. Er oder sie kann durch Röntgen und Befund klären, ob eine Extraktion überhaupt notwendig ist, oder ob eine konservative Behandlung den Zahn erhalten kann. Sollte sich herausstellen, dass der Fall eine chirurgische Expertise erfordert, erhalten Sie eine Überweisung zum MKG-Chirurgen.
Empfehlung: Hauszahnarzt ist ausreichend Bei einer einfachen Extraktion ohne Komplikationen, etwa einem gut zugänglichen Frontzahn oder einem Prämolaren mit einer einzelnen Wurzel, ist Ihr Hauszahnarzt der richtige Ansprechpartner. Eine Überweisung zum Spezialisten ist in diesen Fällen in der Regel nicht notwendig. Zur Oralchirurgie-Übersicht
Empfehlung: MKG-Chirurg in Neu-Ulm Komplexe Extraktionen, Weisheitszähne, frakturierte Wurzeln, starker Knochenabbau oder die Planung einer anschließenden Implantatversorgung, gehören in die Hände eines Facharztes für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die DOC Praxisklinik verfügt über 3D-Röntgendiagnostik und führt bei Bedarf direkt im Anschluss eine Socket Preservation für den Knochenerhalt durch. Termin anfragen
Empfehlung: MKG-Chirurg mit Vollnarkose-Option Zahnarztangst ist häufig und gut behandelbar, ein schlechtes Gewissen ist nicht angebracht. Als MKG-Praxisklinik bietet die DOC in Neu-Ulm das gesamte Anästhesiespektrum: von der Lokalanästhesie über die Analgosedierung (Dämmerschlaf) bis zur Vollnarkose. Sie bestimmen, in welchem Zustand Sie den Eingriff erleben, oder eben nicht erleben. Narkoseoptionen ansehen
Behandlungsraum der DOC Praxisklinik im Wiley in Neu-Ulm
Behandlungsraum der DOC Praxisklinik im Wiley in Neu-Ulm.

Facharztkompetenz für komplexe Extraktionen

Verlagerte Weisheitszähne, tief zerstörte Backenzähne mit ausgeprägten Wurzeln, Zähne in direkter Nähe zu Nervkanälen oder zur Kieferhöhle: Solche Situationen erfordern chirurgisches Wissen, das über die allgemeinzahnärztliche Praxis hinausgeht. Unser Team ist auf genau diese Eingriffe spezialisiert.

Modernste Diagnostik und Ausstattung

Wir arbeiten mit dreidimensionaler Röntgendiagnostik, die die Lage von Wurzeln, Nerven und Nachbarstrukturen präzise darstellt. So können wir den Eingriff exakt planen und Komplikationen minimieren. Auch die technische Ausstattung unserer Operationsräume entspricht dem klinischen Standard, das schafft Sicherheit für Sie und uns.

Breites Anästhesiespektrum, auch Vollnarkose

Von der Lokalanästhesie über Sedierung bis hin zur Vollnarkose bieten wir alle etablierten Verfahren an. Diese Bandbreite ist im niedergelassenen Bereich nicht selbstverständlich und ermöglicht besonders Angstpatienten eine wirklich entspannte Behandlung.

Ihre Anschlussversorgung aus einer Hand

Extraktion, Socket Preservation, Implantatplanung und Implantation können wir bei Bedarf im selben Haus koordinieren. Sie sparen Wege und haben durchgehend das gleiche Team an Ihrer Seite, von der ersten Beratung bis zur festsitzenden Versorgung.

Persönliche Beratung in Neu-Ulm

Sie planen eine Zahnextraktion oder möchten eine Zweitmeinung einholen? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Praxisklinik im Wiley. Wir nehmen uns Zeit für Sie und erklären Ihnen ausführlich alle Optionen.

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Zahnextraktion

Was Patienten uns dazu fragen.

Häufige Fragen

Fragen zur Zahnextraktion.

    Wie lange dauert die Heilung nach einer Zahnextraktion?

    Die oberflächliche Wundheilung ist nach etwa sieben bis vierzehn Tagen abgeschlossen. Der vollständige knöcherne Umbau der Alveole nimmt dagegen mehrere Monate in Anspruch, in dieser Zeit bildet sich der neue Knochen im ehemaligen Zahnfach. Für die Alltagstauglichkeit ist die erste Phase entscheidend: Nach ein bis zwei Wochen können Sie die betroffene Seite meist wieder normal belasten.

    Wie lange bin ich nach einer Zahnextraktion krankgeschrieben?

    Nach einer einfachen Extraktion sind viele Patienten am Folgetag wieder arbeitsfähig. Nach operativen Eingriffen, etwa der Entfernung eines verlagerten Weisheitszahns, sind zwei bis drei Tage üblich. Bei körperlich schweren Tätigkeiten oder Berufen mit hoher Sprechbelastung kann eine längere Schonung sinnvoll sein. Die passende Bescheinigung stellen wir Ihnen aus.

    Was kostet eine Zahnextraktion?

    Die Kosten hängen vom Aufwand des Eingriffs, der gewählten Betäubungsform und Ihrem Versicherungsstatus ab. Eine einfache Extraktion bei einer medizinisch begründeten Indikation wird in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Aufwendigere operative Eingriffe, besondere Anästhesieverfahren oder eine Socket Preservation sind teilweise privatärztlich zu tragen. Wir erstellen Ihnen einen individuellen Heil- und Kostenplan im Beratungsgespräch.

    Kann ich nach einer Zahnextraktion normal essen?

    Am Behandlungstag sind weiche, kühle Speisen sinnvoll, etwa Joghurt, Kartoffelbrei oder lauwarme Suppen. Ab dem Folgetag können Sie schrittweise zu normaler Kost zurückkehren, sollten die Wundseite aber noch einige Tage schonen. Krümelige Lebensmittel wie Nüsse, Chips oder Körnerbrot meiden Sie besser für etwa eine Woche, damit sich keine Partikel in der Alveole festsetzen.

    Was tun bei Nachblutung nach der Extraktion?

    Eine leichte Sickerblutung in den ersten Stunden ist normal. Beißen Sie in diesem Fall etwa 30 Minuten fest auf eine saubere, zusammengerollte Kompresse oder ein Stofftaschentuch, der Druck fördert die Gerinnung. Hält die Blutung länger als 30 Minuten an oder ist sie stark, kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Meiden Sie in dieser Situation heiße Getränke, Alkohol und körperliche Anstrengung.

    Ist eine Zahnextraktion schmerzhaft?

    Während des Eingriffs spüren Sie durch die Betäubung keinen Schmerz. Sie nehmen allenfalls einen leichten Druck wahr. Nach dem Abklingen der Betäubung setzt ein Wundschmerz ein, der sich mit üblichen Schmerzmitteln wie Ibuprofen gut kontrollieren lässt. Bei ausgeprägter Zahnbehandlungsangst können wir den Eingriff auch unter Sedierung oder Vollnarkose durchführen.

Behandlung in der DOC Praxisklinik im Wiley Neu-Ulm
DOC Praxisklinik im Wiley Neu-Ulm

Fachpraxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Sprechzeiten telefonisch: Mo, Mi 08:00–13:00 & 14:00–18:00 Uhr · Di 08:00–14:00 & 15:00–20:00 Uhr · Do 08:00–14:00 & 15:00–20:00 Uhr · Fr 08:00–12:00 & 13:00–16:00 Uhr

Weitere Informationen: Oralchirurgie · Unsere Ärzte

Empfangsbereich der DOC Praxisklinik im Wiley Neu-Ulm, in der Zahnextraktionen durch MKG-Spezialisten durchgeführt werden.· KI-generiert

Termin · unverbindlich

Ihr nächster Schritt.

Die Spezialisten der DOC Praxisklinik nehmen sich Zeit für Sie und erklären Ihnen ausführlich, ob und wie eine Zahnextraktion in Ihrem Fall die richtige Therapie ist.